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Von Boğaz auf die Karpass-Halbinsel

Von Zypern Urlaub | 17.February 2009

14.02.2009 - Tag 4: Von Boğaz mit seinem kleinen Fischerhafen, guten Tavernen und dem direkt an der Uferstraße erbauten Hotel Boğaz (www.bogazhotel.com), das sich gut für ein oder zwei Zwischenübernachtungen eignet (Doppelzimmer mit Frühstück je nach Saison ca. 45-60 €), sind es etwa 80 Straßenkilometer bis zur äußersten Spitze der schmalen Karpass-Halbinsel mit ihren Dünenstränden, halbwilden Eseln, kleinen grünen Tälern und einigen Dörfern, in denen griechische und türkische Zyprioten noch gemeinsam wohnen.

Der Weg ist das Ziel, findet man hier doch noch weitgehend naturbelassenes Zypern. Moderne Villen- und Ferienhaussiedlungen wie fast überall sonst auf der Insel gibt es hier kaum, große Touristenhotels bis auf das bombastische Kaya Artemis am Strand von Bafra gleich hinter Boğaz überhaupt nicht.

Byzantinische Kirche auf Zypern

Man passiert kleine Dörfer, in denen überwiegend nach 1974 hier angesiedelte anatolische Türken und Kurden leben, verlassene byzantinische Kirchen (siehe Foto) auf einsamen Feldern und immer wieder kilometerlange, gänzlich unverbaute und nahezu menschenleere Sandstrände, an denen im Sommer Meeresschildkröten ihre Eier ablegen.

Der schönste Strand von allen ist der Golden Sands Beach zwischen Dipkarpaz und dem Andreas-Kloster: Etwa 3 km lang und 1,5 km breit und von Dünen gesäumt wirkt er wie eine Mini-Sahara. Im Sommer wird in der Nähe von drei ganz primitiven Tavernen, die auch ein paar absolut spartanische Beach Cabanas vermieten, wild gezeltet; Wassersportangebote gibt es nicht.

Das Andreas-Kloster fast direkt an der Spitze der Halbinsel war bis zur Teilung 1974 Zyperns bedeutendster christlicher Wallfahrtsort. Schön ist es nicht: Trakte von heruntergekommenen Pilgerherbergen umstehen einen weiten, schrecklich verwahrlosten Platz mit aufgebrochenen Straßen, direkt vor der erst 1867 erbauten Kirche verhökern türkische Händler an offenen Marktständen Schuhe und Textilien, Spielzeug und Haushaltswaren, Werkzeuge und CDs – warum ausgerechnet hier, fragt man sich.

Ein schöner Platz jedoch ist das Restaurant Sea Bird 1,3 km weiter am Ende der Asphaltstraße. Es steht einsam auf einem kleinen Felsvorsprung über dem Meer, der Blick fällt aufs Kloster und die Nordostspitze der Insel, schweift übers Meer in Richtung äußerste Südost-Türkei und Syrien. An einem etwa 200 m langen Feinsandstrand kann man baden und in einigen Zimmern, die nur mit einfachen Feld- oder Doppelstockbetten möbliert sind, auch primitiv übernachten (ca. 30 Euro fürs zellenähnliche Doppel).

Mein Tipp: Zum Übernachten besser ins Dorf Dipkarpaz fahren, wo wir den Abend dieses Reisetages bestens verbrachten.

Autor: Klaus Bötig

Beitrag aus: Klaus Bötig's Zypern Reisetagebuch |


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