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Soli und Vouni in Nordzypern

Von Zypern Urlaub | 20.February 2009

Tag 8: 18.02.2009 Wir fahren von Kyrenia weiter in den Westen Nordzyperns bis zu den archäologischen Stätten Soli und Vouni. Hier ist Nordzypern so untouristisch wie nirgendwo sonst.

Etwa 70 km trennen Girne von Soli an der Bucht von Güzelyürt, das die Griechen Morphou nennen. Das inmitten von Orangenplantagen gelegene Güzelyürt ist ein versifft wirkendes Landnest, in dem höchstens das Archäologische Museum für Antikenfanatiker einen Kurzstopp lohnt (Eintritt 7 YTL, ca. 3,45 €).

Soli hingegen ist eine Ausgrabungsstätte in schöner Umgebung, die einen Besuch wert ist (Eintritt ebenfalls 7 YTL). Unter einem modernen Schutzdach liegen die Überreste einer frühchristlichen Basilika aus dem späten 4. Jh. mit großflächigen Bodenmosaiken. Mit ein wenig Phantasie kann man sich vorstellen, wie sich die Menschen in dieser großen Kirche vor 1600 Jahren drängten, um dem für sie ja noch ganz neuen christlichen Gott zu huldigen.

Ausgrabungstätte von Soli auf Zypern - das antike Theater

Ein schön gepflasterter Weg führt von der Basilika etwa 200 m weit im Anblick des Meeres zum antiken Theater hinauf. Überall am Wegesrand blühen jetzt im Februar die Asphodelien. Die Sitzreihen des Theaters sind zur Hälfte von den Archäologen rekonstruiert worden; viele der Originalsteinblöcke hatten die Engländer im 19. Jh. für den Hafen von Port Said am Ausgang des Suez-Kanals abtransportieren lassen.

6 Kilometer weiter Richtung Westen, und schon ganz nah an der Grenze zum griechischen Teil Zyperns, liegen dann auf einer Hügelkuppe fast direkt über dem Meer die Ausgrabungen einer antiken Siedlung, die nur von etwa 500-380 v.Chr. bewohnt war. Manche Archäologen glauben auch es handele sich um einen Königspalast. Die Ruinen selbst sind relativ uninteressant – aber der Blick ist phantastisch. Man sieht über Güzelyürt hinweg das zackenreiche Kyrenia-Gebirge, das sich entlang Zyperns Nordküste bis zur Karpass-Halbinsel erstreckt und zugleich auch die vielen Höhenzüge des bis fast 200 m hohen Troodos-Gebirges, das nur hier bis unmittelbar an der Nordküste reicht. Der Panoramablick von Vouni aus gehört sicherlich zu den landschaftlichen Top-Erlebnissen jeder Zypern-Reise! 

Zum Mittagessen fahren wir wieder an der Zufahrt zu den Ausgrabungen von Soli vorbei und gehen ins Restaurant Mardin unmittelbar an dem Punkt, wo die Straße wieder das Meer erreicht. Jetzt im Winter sitzt man in einer Art Wintergarten, im Sommer auf einer Terrasse direkt am Meer. Im Sommer werden hier auch Sonnenliegen vermietet, von einem etwa 20 m langen Sandstrand aus kommt man bequem ins Wasser. Das Restaurant ist ISO-zertifiziert und bietet gute Qualität zu günstigen Preisen: Für ein Hauptgericht mit Salat zahlt man etwa 9 €, für einen gegrillten Fisch etwa 13,50 €.

Autor: Klaus Bötig

Beitrag aus: Klaus Bötig's Zypern Reisetagebuch |


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