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Salamis

Von Zypern Urlaub | 17.February 2009

Zypern - Tag 5, 15.02.2009: Heute sind wir in Salamis, der bedeutendsten antiken Stätte Nordzyperns. Einen langen Strand und diverse Strandhotels für den Badeurlaub gibt es hier auch.

Auf Zypern existierten zwischen dem 10. und dem 4. Jh. v.Chr. mehrere selbständige Königreiche, die sich auch untereinander bekriegten. Eins von ihnen war Salamis, nicht zu verwechseln mit der griechischen Insel Salamis,  an der Ostküste. Archäologen haben dort von 1882 und 1974 gegraben. Das über einen Quadratkilometer große Grabungsgelände grenzt direkt ans Meer, nur wenige Wege durchziehen wahre Wälder von Riesenfenchel auf niedrigen Dünen. Nur wenige Besucher kommen.

Ruinen der Ausgrabungsstätte bei Salamis

Wer sich Zeit nimmt, kann einen halben Tag durch die Einsamkeit wandern und entdeckt dabei immer wieder andere antike Monumente. Gleich hinter dem Eingang (Eintritt ca. 4,40 €) stehen die wichtigsten Ruinen: die Palästra mit ihrem Säulenumgang (siehe Foto) und einer gut erhaltenen Gemeinschaftslatrine, die Thermen und das römische Theater, das einst 16000 Zuschauern Platz bot. Im Gelände verstreut stößt man auf die Grundmauern frühchristlicher Basiliken, auf die Fundamente eines Zeus-Tempels und einer römischen Villa.

Etwa 2 km vom Eingang zum Grabungsgelände fallen links der Straße zum ehemaligen Barnabas-Kloster einige Erdhügel auf. Hier liegen die Königsgräber von Salamis aus dem 8./7. Jh. v.Chr.  Sie bestehen aus einer in den Fels eingelassenen Grabkammer und einem breiten, geneigten Zugangsweg, dem sogenannten Dromos. Die Grabkammern waren alle geplündert, als die Archäologen sie unter den Erdhügeln freilegten. Die Dromoi aber hatten die antiken Grabräuber übersehen. In ihnen wurden die schönen Funde gemacht, die man heute im Nationalmuseum im griechischen Teil von Nicosia bewundern kann. An Ort und Stelle belassen wurden in einigen Dromoi die Skelette der Pferde, Maultiere und Esel, die den Prunkwagen mit dem toten König zum Grab gezogen hatten und hier geopfert wurden.

Auch die Gräber des Mittelstands hat man gefunden. Sie liegen 300 m abseits auf einem Felsplateau im sogenannten Cellarka-Bezirk. Sie sind in drangvoller Enge dicht an dicht in den Fels gehauen und zeigen deutlich die Standesunterschiede auf.

Von den Königsgräbern sind es nur etwa 600 m Fahrt bis zum 1977 von seinen letzten Mönchen verlassenen Barnabas-Kloster. Die Klosterkirche dient heute als Ikonenmuseum, im Zellentrakt rund um den blütenreichen Klosterhof ist ein kleines Archäologisches Museum mit zwar wenigen, aber sehr schönen Objekten eingerichtet. Gezeigt wird vor allem Keramik vom 3. Jahrtausend v.Chr. bis zum 14. Jh. (Eintrittskarte für ca. 3,40 € gilt für Barnabas-Kloster und Königsgräber zusammen). 100 m vom Kloster entfernt markiert eine neuere Kapelle das Grab des Apostels Barnabas.

Autor: Klaus Bötig

Beitrag aus: Klaus Bötig's Zypern Reisetagebuch |


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