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Rückkehr in die EU

Von Zypern Urlaub | 24.February 2009

Tag 9: 19./20. Februar 2009. Wir haben unseren Mietwagen in Kyrenia in Nord-Zypern zurückgegeben, sind mit dem Taxi nach Nicosia gefahren, haben uns dort in der türkisch-zyprischen Altstadthälfte so nah wie möglich am erst 2008 neu eröffneten Checkpoint Lidras Street absetzen lassen. Ein Grenzgefühl ganz besonderer Art: Man zieht die Koffer etwa 200 m durch Altstadtgassen, kommt dann an einen Schalter, wo man Personalausweis und den bei der Einreise ausgefüllten Zettel zeigt. Dann geht man etwa 20 Meter durchs von der UNO kontrollierte Niemandsland. Planen verhindern den Blick in die “Pufferzone”, der erst recht verdeutlichen würde, wie wahnwitzig solch eine Grenze mitten durch eine Stadt ist – und hier auch noch durch eine mittelalterliche Altstadt. Die griechischen Grenzer wollen dann nur wissen, welche Nationalität man hat – der visumfreie Übergang ist nämlich nur EU-Staatsangehörigen möglich. Zwei Meter weiter fragt der Zöllner uns, ob wir etwas zu schmuggeln gedenken. Pro forma lässt er noch einen unserer Koffer öffnen, wühlt aber kein bisschen darin herum. Wir sind wieder im griechisch geprägten Süden, wieder in der Europäischen Union, im griechisch-zyprischen Teil der Inselhauptstadt Nicosia.

Wir ziehen unsere Koffer etwa 300 m weiter durch die Haupteinkaufsstraße der griechisch-zyprischen Altstadthälfte und stehen schon vor unserem Hotel: dem Hotel Centrum (www.centrumhotel.net, DoZi Ü/F 99 €). Hier wohne ich in Nicosia am liebsten, denn das Preis-Leistungsverhältnis ist exzellent, kostenfreier WLAN-Zugang auch in allen Zimmern, für Leute ohne Laptop, mehrere Computer in der Lobby zur kostenlosen Nutzung. Etwas preiswerter und auch noch ziemlich okay ist das Sky (www.skyhotel.ws, DoZi Ü/F ab 60 €), obwohl mindestens zwei Klassen schlechter.

Modernes Denkmal in NicosiaDen Rest des Tages verbringen wir im griechisch-zyprischen Teil der Altstadt. Die Neustadt ist völlig uninteressant, nur das Cyprus Museum als archäologisches Nationalmuseum ist dort von Interesse. Was uns beim Rundgang am meisten beeindruckt, ist ein relativ modernes Denkmal auf der Stadtmauer (siehe Foto). Es erinnert an die Befreiung Zyperns von der britischen Kolonialherrschaft im Jahr 1960. Ganz oben steht die Personifikation der Freiheit, Eleftheria. Darunter ziehen zwei Widerstandskämpfer die Gefängnistore hoch. Das Volk tritt heraus: Fischer und Beamte, Bauern und Priester, Mönche und und und… Schon 14 Jahre später wurde die Freiheit geteilt: Schon seit dem Sommer 1974 ist Zypern eine geteilte Insel.

Autor: Klaus Bötig

Beitrag aus: Klaus Bötig's Zypern Reisetagebuch |


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