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Pafos

 

Pafos (56 000 Einw.) ist der wohl abwechslungsreichste Urlaubsort für Natur- und Kulturinteressierte in Südzypern, aber für einen reinen Badeurlaub im Sommer weniger attraktiv als Ayia Napa, Protaras und Paralimni. Dafür herrscht hier im Winter das mildeste Klima der Insel, in dem sogar zahlreiche Bananenplantagen gedeihen. Landschaftlich liegt es äußerst reizvoll vor den Ausläufern des Troodos-Gebirges am Rand der weitgehend unverbauten Akamas-Halbinsel. Viele interessante Ziele sind auf Tagesausflügen zu erreichen. Da Pafos einen internationalen Flughafen besitzt, sind die Transferzeiten ins Hotel angenehm kurz.

  
  
  
Adventszeit in Pafos Im Hafen von Pafos Festung Saranda Kolonnes
  
  
  
Am Hafen von Pafos in der Oberstadt Ktima Leuchtturm
  
  
  
Markt in Pafos Moschee in Pafos Römisches Mosaik

 

Pafos ist heute deutlich zweigeteilt. Der historische Ortskern der Neuzeit liegt etwa 2 km vom Meer entfernt auf und an einem niedrigen Hügel. Die Einheimischen nennen diesen Teil der Stadt auch Ktima. Direkt am Meer ist seit den 1980er Jahren die vom Tourismus geprägte Neustadt mit zahlreichen Hotels und Tavernen entstanden. Diesen Teil der Stadt nennt man Kato Paphos. Hier lag um den Hafen herum auch die antike Stadt Nea Paphos, im 4. Jh. v.Chr. gegründet und in römischer Zeit Hauptstadt der ganzen Insel.

Den besonderen Reiz von Pafos macht es aus, dass sich hier Geschichte und Gegenwart durchdringen. Auf dem Weg von der Taverne zurück zum Hotel geht man wahrscheinlich ebenso durch die Jahrtausende wie beim Weg vom Hotel zum Strand. Zudem haben die ausgedehnten archäologischen Stätten eine nahtlose Bebauung des Stadtgebiets verhindert. Wie Parks sind sie ins Ortsbild eingestreut. Von ihnen profitiert auch die Küstenszenerie, denn wo die Archäologen irgendetwas fanden, durften keine Hotels errichtet werden, so dass die Natur noch eine Chance hat.

Haupttreffpunkt aller Urlauber ist der Hafen mit seinen vielen Restaurants und einem kleinen türkischen Fort. Gleich hinterm Hafen erstreckt sich der weitläufige Archaeologiko Parko. Hier wurden zwischen den Grundmauern römischer Villen zahlreiche sehr gut erhaltene, farbige Bodenmosaike freigelegt, die äußerst lebendig antike Mythen erzählen. Ebenfalls in diesem Park ragt über den Sitzreihen eines römischen Theaters der kleine Leuchtturm aus britischer Kolonialherrschaft auf, hat sich die Burg Saranda Kolonnes aus der Kreuzritterzeit recht gut erhalten. Westlich vom Park sind in einer verwilderten, im Frühjahr sehr blütenreichen  Küstenlandschaft die stattlichen Überreste von mehreren hellenistisch-römischen Grabanlagen erhalten, die sogenannten Königsgräber. Östlich des Parks liegt ein drittes größeres archäologisches Gelände. Hier ist die Paulus-Säule zu sehen, an der der Apostel Paulus bei seinem Besuch in Pafos laut Apostelgeschichte gegeißelt wurde. Sie steht in den Ruinen einer siebenschiffigen frühchristlichen Basilika, in die hinein die Kreuzritter eine gotische Kirche bauten. Gleich daneben hat ein wilder Feigenbaum die Kuppeln eines türkischen Hamams gesprengt.

In der Oberstadt Ktima ist das ehemalige türkisch-zypriotische Viertel besonders stimmungsvoll. In der alten Markthalle werden heute vor allem Souvenirs verkauft. In Ktima stehen auch mehrere Museen: das Archäologische Museum, das Byzantinische Museum und das Museum des zyprischen Volkslebens. Ein gutes System von Stadtbuslinien führt zu allen Sehenswürdigkeiten, aber auch zu den Hotels und Stränden der Umgebung. Langweilig wird es also in Pafos nie – auch nicht in den stilleren Wintermonaten.