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Nikosia

 

Nikosia (ca. 235 000 Einw.) ist die letzte geteilte Hauptstadt der Welt. Die Grenze zwischen Nord- und Südzypern, also zwischen türkischsprachigem und griechischsprachigem Teil, verläuft hier mitten durch die Altstadt. Für Fußgänger gibt es allerdings direkt auf der autofreien Haupteinkaufstrasse einen rund um die Uhr geöffneten Übergang. Der Grenzübertritt dauert kaum zwei Minuten, der deutsche Personalausweis genügt als Personaldokument.

Grenzübergang in Nikosia

Nikosia ist nicht unbedingt eine schöne, auf jeden Fall aber eine sehr interessante Stadt. In der Neustadt ist allerdings  nur das Cyprus Museum als archäologisches Nationalmuseum erwähnenswert. Alle anderen Sehenswürdigkeiten liegen in der Altstadt, die immer noch vollständig von ihrer venezianischen Stadtmauer aus dem 16. Jh. umgeben ist. Im ehemaligen Wallgraben parken jetzt die Autos, liegen Kinderspiel- und Tennisplätze. Auf der ehemaligen Stadtmauer verläuft jetzt eine Straße, stehen auch einige Hotels sowie das Rathaus und die Hauptpost als bescheidene Bauten aus der britischen Kolonialzeit.

Haupteinkaufsstraße im griechischen Teil der Altstadt ist die Fußgängern vorbehaltene Lidra Street mit vielen Geschäften, Cafés und Restaurants. An ihr steht auch das Hochhaus Shakolas Tower. Von dessen Observatorium im obersten Geschoss aus kann man ganz Nicosia überblicken und meist sogar die beiden Inselgebirge sehen. Etwa in der Mitte der Altstadt endet die Lidra Street abrupt am Grenzübergang. Dahinter folgen die Hauptgassen der türkisch-zypriotischen Altstadt.

Im griechischen Teil der Altstadt sehenswert sind das schön restaurierte Viertel Laiki Yitonia mit dem Leventis-Museum der Stadtgeschichte und das Areal um den Erzbischöflichen Palast. Hier birgt das Ikonenmuseum Ikonen und Mosaike aus 15 Jahrhunderten. Das Museum of National Struggle erinnert an den Freiheitskampf der Zyprer gegen die Briten 1955-59. Das Haus des Hadjigeorgakis zeigt, wie wohlhabende christliche Zyprer im 19. Jh. lebten. Das Ethnografic Museum zeigt, wie einfache Leute im 19. Jh. lebten. Die kleine Kirche Agios Ioannis auf dem Gelände des Erzbischöflichen Palastes ist innen vollständig mit biblischen Szenen und Heiligen ausgemalt. Sie ist die Kathedrale der Hauptstadt.

Am Weg vom Erzbischöflichen Palast zur Lidra Street liegen die ehemalige, jetzt nahezu leblose Städtische Markthalle, das in einem ehemaligen Elektrizitätswerk untergebrachte Städtische Zentrum für Moderne Kunst und die 1872 geweihte Kirche Faneromenis als größte Kirche der griechisch-zypriotischen Altstadt. Ihr gegenüber zeigt das Museum der Bank of Cyprus archäologische Funde von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter.

Weitere Sehenswürdigkeiten im griechischen Teil der Altstadt sind die jetzt als Wellness-Zentrum genutzten Omeriye-Bäder aus dem16. Jh., die jetzt von syrischen Moslems verwaltete Omeriye-Moschee und das venezianische Famagusta-Tor mit seinen wechselnden Kunstausstellungen. Ein besonders schönes Altstadtviertel ist das Viertel Chrysaliniotissa, ein bunter Obst- und Gemüsemarkt wird an jedem Mittwochvormittag auf der Costanza-Bastion der Stadtmauer abgehalten. Zentrum des jungen Nachtlebens sind die Lokale auf der Stadtmauer zwischen Famagusta-Tor und Grenze.

Nord-Nikosia

Zentrum des türkisch-zypriotischen Teils der Altstadt ist die gotische Sophienkathedrale aus dem frühen 13. Jh., die seit 1570 als Hauptmoschee Zyperns den Namen Selimiye-Moschee trägt. An ihrem Vorplatz liegt auch die kleine Städtische Markthalle. Der Bedesten gleich neben der Moschee wird zur Zeit restauriert. Es handelt sich dabei um eine byzantinische Kirche aus dem 12. Jh., die die Osmanen als Markthalle und Getreidespeicher nutzten. Das schönste Viertel der gesamten Altstadt ist das aufwändig restaurierte Arab-Ahmet-Viertel. Allerlei Kunsthandwerksgeschäfte und ein sehr gutes, preiswertes Restaurant erfüllen jetzt den Innenhof der großen Karawanserei Büyük Han aus dem 16. Jh. mit Leben. Bei speziellem Interesse ist auch die Mevlevi Tekke einen Besuch wert, die der Geschichte des türkischen Derwisch-Ordens und türkisch-zypriotischer Volkskunst nachspürt. Wer auf türkisch-zyprischer Seite einen Blick über die gesamte Stadt erlangen will, geht ins Roof Garden Restaurant des Hotels Saray.